Bericht 2. Quartal 2020 – MehrWert Nachhaltig Defensiv

Daten:

Die Vermögensverwaltungsstrategie „Mehrwert Nachhaltig Defensiv“ verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres einen Wertzuwachs (nach Kosten) von 5,63 %. Die maximale Aktien-quote von 25 % wurde über das gesamte Quartal vollständig ausgeschöpft. Aktuell beträgt der Aktienanteil im Portfolio 25 % und der Rentenanteil 75 %.

Rückblick:

Das erste Quartal dieses Jahres war geprägt von erheblichen Verwerfungen an den internatio-nalen Kapitalmärkten in Folge der Corona-Krise. Die Voraussetzungen für ein ansprechendes zweites Quartal waren daher denkbar schlecht. Die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer war auf ein historisches Tief gesunken. Wie so oft kam es dann aber ganz anders als erwartet. Die Börsen zeigten im Verlauf der letzten Monate eine beeindruckende Entwicklung und Stärke, trotz aller Hiobsbotschaften aus Politik und Wirtschaft. Die wichtigen Notenbanken führten schnell und zielgerichtet konzertierte Aktionen zur Stützung der Finanzmärkte durch. Selten sah man in der Vergangenheit ein derart abgestimmtes Verhalten. Flankiert wurden diese geld-politischen Maßnahmen von gewaltigen Finanzhilfen und Konjunkturprogrammen der Indust-riestaaten. Dies führte zu einer Stabilisierung der Märkte und im weiteren Zeitverlauf sogar zu positiven Entwicklungen. Innerhalb der Strategie wurden bestehende Rentenpositionen ge-tauscht bzw. Liquidität zugunsten von Rentenpositionen wie zum Beispiel Green Bonds abge-baut. Die Strategie Mehrwert Defensiv konnte im Betrachtungszeitraum besser abschneiden als der entsprechende Vergleichsindex.

Ausblick:

Die Notenbanken sorgen auch weiterhin für gewaltige Liquiditätsschübe. Aber auch abseits der Notenbanken drängt frisches Geld ins Finanzsystem: Die US-Regierung plant ein weiteres Inf-rastrukturprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft. Volumen: 1 Billion $! Das überreichlich
vorhandene Zentralbankgeld verschleiert nach unserer Einschätzung aktuell die Sicht auf die durchaus vorhandenen, kurzfristigen Risiken. Das trifft natürlich insbesondere auf den Aktien-markt zu. Angesichts der weiterhin hohen konjunkturellen Risiken liegt die Befürchtung einer Übertreibung der Aktienmärkte durchaus nahe. Insofern wäre eine Konsolidierung wünschens-wert. Eine Erholung der Wirtschaft wird kommen, aber nicht kurzfristig. Die nächsten Quartale bleiben daher ruppig. Die aufgelegten Konjunkturprogramme dürften ihre volle Wirkung frühes-tens ab nächstem Jahr entfalten. Wir werden daher das Portfolio weiterhin mit ruhiger Hand fortführen und ausgewählte Fondsinvestments in aussichtsreichen Renten- und Aktienmärkten suchen.

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